Was macht Alkohol mit Dir?

Alkohol ist ein Zellgift. 
Nimmst Du es auf, verteilt er sich in Deinem ganzen Körper. Manche Organe sind empfindlicher für die Wirkung von Alkohol als andere, beispielsweise das Gehirn. Dort beeinflusst Alkohol verschiedene Botenstoffe , die dafür zuständig sind, Informationen zwischen Nervenzellen zu übermitteln. 

Wie wirkt sich Alkohol in Deinem Körper aus?

Wenn Du Alkohol trinkst, dann kommt ein Teil davon schon im Mund über die Schleimhaut in Dein Blut. Weiter geht ein weiterer Teil in den Magen, wo wieder eine kleine Menge davon aufgenommen wird. Doch die hauptsächliche Aufnahme von Alkohol ist im Dünndarm. Über die dortigen Schleimhäute wird er ins Blut geleitet.


Der Alkohol wird über das Blut in den gesamten Körper transportiert. Den Höhepunkt erreicht die Konzentration nach ca. 30 Minuten bis eine Stunde. Das heißt, wenn Du zum Beispiel ein Glas Wein trinkst, ist die Alkoholkonzentration im Blut durch dieses eine Glas nach 30 bis 60 Minuten am höchsten. Danach baut sich der Alkohol langsam wieder ab. Vorausgesetzt, Du hörst nach dem Glas auf mit weiter trinken Wenn Du weiter trinkst, hältst Du den Pegel, bzw. steigerst ihn.

Was macht Alkohol mit Deinem Gehirn?

Du hast sicher schon davon gehört, dass durch Alkohol, bei einem Rausch, tausende von Nervenzellen im Gehirn absterben.

Natürlich könntest Du der Meinung sein, dass sich einige Gehirnzellen bei einem Betrunkenen verabschiedet haben, wenn er oder sie torkelt und unverständlich sich artikuliert, doch dem ist nicht ganz so.

Geschuldet werden diese Aussetzer von denken, sprechen und bewegen mit Fehlern in der Kommunikation zwischen den Nervenzellen. Der Alkohol macht die Reizweiterleitung zwischen den Nervenzellen langsamer, bist Du wieder nüchtern, dann erhält Dein Gehirn die volle Leistungsfähigkeit zurück.

Vom absterben von Gehirnmasse kann erst einmal keine Rede sein, erst einmal.

Es gibt Vergleiche zwischen Trinker und Nicht-Trinker, die zeigen, dass die Hirnleistung bei den Abstinenzler nicht besser ist. Tierversuche haben das auch so bestätigt.

Allerdings kann sich das auf Dauer ändern.
Denn Alkohol ist ein Zellgift, dass macht auch vor Deinen Nervenzellen nicht stoppt. Wenn Du also regelmäßig viel trinken solltest, dann könnte Dein Hirn tatsächlich Schäden davon tragen. Dein Charakter kann sich verändern, Deine Konzentration lässt nach und Dein Erinnerungsvermögen könnte schlechter werden.


Alkohol in jungen Jahren

Bei jungen Menschen können Gedächtnisschwächen durch Alkohol früher entstehen, Man geht davon aus, dass das Gehirn erst nach über 20 Jahren ausgereift ist. Eine Studie hat gezeigt, dass bei Teenagern zwischen 16 und 19 Jahren, bestimmte Gehirnbereiche beeinträchtigt waren, wenn sie sich schon öfters einen Rausch angetrunken hatten. Die Entwicklungsphase des Gehirns wurde so beeinträchtigt, dass sie mehr Schwächen im Gedächtnis aufwiesen, im Gegensatz zu Jugendlichen, die keinen Alkohol getrunken haben.

Auch andere Organe werden geschädigt

Was passiert wenn Männer längere Zeit jeden Tag mehr als 30 Gramm Alkohol zu sich nehmen und Frauen nur rund die Hälfte?
Es entsteht die sogenannte Fettleber. Die Leber baut den Alkohol zwar ab aber Acetaldehyd entsteht und das ist ein gefährlicheres Gift als der Alkohol selbst. Es schadet vor allem massiv die Leberzellen indem sie Fett einlagert, somit vergrößert sich die Leber.
Aber die Fettleber kann sich regenerieren. Sobald Du mit dem Trinken aufhörst, erholt sich deine Leber auch wieder, zumindest wenn diese ausschließlich durch deinen Alkoholkonsum verursacht wurde.

Trinkst Du aber jeden Tag fleißig weiter, dann kann sich Deine Leber auch entzünden, Zellen sterben, es kommt zu Narbenbildungen, was bis zu einer Leberzirrhose führen kann. Die Leber vernarbt und schrumpft, sie kann ihre Funktion nicht mehr wahrnehmen und wirkt sich auf den den Rest Deines Körpers aus. 
Dazu kommen Schädigungen von anderen Organen, die zu einigen anderen Erkrankungen führen können. Bluthochdruck, Krebs, Herzmuskelerkrankungen aber auch Entzündungen des Magens oder der Bauchspeicheldrüse.

Fazit

Alkohol tötet keine Gehirnzellen, sondern stört ihre Kommunikation untereinander. Dadurch verlangsamt er Dein Denken, aber nur für die Zeit des Rauschs. Eine Ausrede, ab jetzt immer ungehemmt zu trinken, ist das trotzdem nicht. Auf Dauer schadet der Alkohol Deinem Hirn indirekt - zum Beispiel über eine kaputte Leber oder einen Vitamin-B1-Mangel.