Trinktypen

 

Der schwedische Mediziner Magnus Huss hat als einer der ersten die Alkoholsucht 1849 als Krankheit beschrieben. Doch es dauerte weitere 100 Jahre bis eine umfassende Untersuchung zu dem Thema durchgeführt wurde.  
Elvin Morton Jellinek hat diese Untersuchung gemacht und noch heute sind seine Alkoholiker-Typen bekannt. In der Diagnostik spielen diese aber weniger eine Rolle aber sie dienen als Klassifizierung bei einer möglichen Selbstdiagnose. 

Erleichterungstrinker


Der Erleichterungstrinker leidet nicht unter einer Abhängigkeit, er gönnt sich in stressigen Zeiten ein oder zwei Gläser mit einem alkoholischen Getränk. Er nutzt den Alkohol dazu Stress abzubauen und sich zu entspannen. Er kann jederzeit mit dem Alkoholkonsum aufhören und trinkt nur soviel, dass er nicht die Kontrolle verliert. 
Die Gefährlichkeit liegt bei diesem Trinktyp darin, dass sich eine Sucht entwickeln kann, da er bereits Alkohol trinkt um Stress abzubauen.

Gesellschaftstrinker

Der Gesellschaftstrinker ist meist auch noch nicht von einer Alkoholabhängigkeit betroffen, er weist weder körperliche noch psychische Abhängigkeitssymptome vor. Er konsumiert am liebsten zu gesellschaftlichen Anlässen. Dabei genehmigt sich dieser Trinkertyp hin und wieder auch mal ein Gläschen zu viel bis hin zu einem Vollrausch. Er hat sein Trinkverhalten jedoch im Griff.

Rauschtrinker

Der Rauschtrinker trinkt gern in Gesellschaft,  aber auch allein Er trinkt so viel Alkohol, bis er vollkommen betrunken ist. Auffällig ist beim Rauschtrinker der Kontrollverlust, denn obwohl er merkt, dass er eigentlich bereits genug getrunken hat, kann er sich nicht beherrschen und konsumiert immer weiter. Bei diesem Trinkertyp liegt bereits eine Alkoholabhängigkeit vor, obwohl auch immer wieder längere trockene Phasen eingehalten werden. 

Spiegeltrinker

Der bei vielen Menschen bekannte Spiegeltrinker, leidet unter starken körperlichen Symptomen einer Abhängigkeit. Seine Alkoholsucht ist so stark ausgeprägt, dass er physische Schmerzen und Entzugserscheinungen erleidet, wenn er nicht ausreichend viel Alkohol im Blut hat. Deshalb trinkt dieser Trinkertyp regelmäßig und konstant, um seinen Pegel zu halten. Kontrolle über das eigene Trinkverhalten oder die Fähigkeit trockene Phasen zu überstehen, sind bei ihm nicht mehr vorhanden.

Quartalstrinker

Der Quartalstrinker ist ebenso von einer Alkoholkrankheit betroffen. Er hat zwar immer wieder auch längere Phasen, in denen er nicht trinkt, aber es überkommt ihm genauso oft ein unkontrolliertes Verlangen nach Alkohol. Dann verbringt er mehrere Tage im absoluten Vollrausch. Daher der Namen Quartalstrinker.

Es geht darum, Zusammenhänge im Verlauf Deines Lebens zu erkennen und zu verstehen. Damit kannst Du arbeiten und aus dem Teufelskreis der Alkoholsucht ausbrechen. Diese Suchterkrankung besteht ein Leben lang und Du wirst jeden Tag damit kämpfen müssen.  Aber das Verstehen dieser, Deiner, Erkrankung, das Ändern täglicher Abläufe und eine Behandlung verbessern die Prognose enorm. Das Einbeziehen Deines sozialen Umfelds, Deiner Familie und Deiner Freunde, durch Gespräche oder Hilfe für die Angehörigen, hilft allen dabei, Strukturen aufzubauen, die Dir die Rückkehr in ein trockenes Leben erleichtern.
Doch auch ohne die Hilfe aus Deiner Familie oder Deinem Freundeskreis ist es machbar, sich aus der Abhängigkeit zu befreien.